Einstein und die Atombombe
Als im Jahre 1938 die Wissenschaftsgemeinde, auf Grund der Entdeckung der Kernspaltung Otto Hahn’s, die nukleare Bedrohung herauf beschwor, wurde im Jahr darauf ein Brief an den damaligen U.S.-Präsidenten Franklin D. Roosevelt verfasst. Der Verfasser dieses Briefes war der ungarische Physiker Leo Szilard, später auch an dem zur Entwicklung einer Nuklearwaffe gegründeten “Manhattan-Project” beteiligt, der die Warnung vor der Gefahr einer Bombe neuen Typs, welche die Deutschen entwickeln oder gar bald besäßen könnten, zum Inhalt dieses Briefes machte.
Neben anderen Größen aus der Physik wurde der Brief auch von Albert Einstein unterzeichnet.
Der Apell wurde von Roosevelt erhört und das “Manhattan-Project” wurde aus der Taufe gehoben, woran Einstein jedoch nicht beteiligt war. Dies lag nicht nur daran, dass er, wie er selber zugab, sich zu Leichtfertig von der Unterzeichnung des Briefes überzeugen ließ, sondern auch an seinen unverhüllten Sympathien für den Kommunismus, weswegen ihn der amerikanische Geheimdienst beobachten und als Sicherheitsrisiko einstufen ließ.
Einstein erfuhr, wie der Großteil der Menschheit auch, erst aus dem Radio von den verhehrenden Bomben abwürfen in Hiroshima und Nagasaki, aus dessen Konsequenz er sich nach Kriegsende für die internationale Rüstungskontrolle engagierte.
